Das Dreigestirn

Das Dreigestirn

Dreigestirn Die Betreiber von Social Networking Plattformen haben längst den Trend erkannt, dass die Personen, die hinter dem user generated content stehen nicht ausschließlich einzelne Personen sein müssen, sondern auch Vereinigungen von mehreren Personen bzw. Unternehmen sein können.

Als Einstieg in die Social Media-Welt hat sich ein Modell als besonders hilfreich dargestellt: Das Dreigestirn Facebook-Weblog-Twitter. Das Ziel: Das Abbauen von Hürden, die den Kunden daran hindern, direkt mit mir (dem Unternehmen) zu kommunizieren.

Das Weblog

Das Weblog eignet sich hervorragend dazu, dem Internet interessante Dinge über das eigene Unternehmen mitzuteilen. Dabei sind Banalitäten genauso von Interesse, wie Berichte über die Arbeit an Prototypen. Daneben besteht die Möglichkeit des Feedbacks über eine Kommentarfunktion.

Eine besondere Eigenschaft der digitalen sozialen Netzwerke – auch über Plattformen hinweg – ist die ungewöhnlich ehrliche Kommunikation, die gut für das eigene Image ist. Wer über sein eigenes Unternehmen ehrlich schreibt und dem Kunden den Eindruck gibt, dass hinter der Marke Menschen stehen, macht sich glaubwürdig. Ehrlich ist, wer auch Fehler eingesteht und auf Kritik eingeht.

Facebook

Ein Weblog ist nur dann nützlich, wenn die Inhalte auch gelesen werden. Ich kann darauf warten, dass sich die interessanten Inhalte irgendwann von selbst herum sprechen oder ich helfe diesem Vorgang nach. Hierfür eignet sich die Social Network-Plattform Facebook, da sich hier für Unternehmen eigene, individuelle Profile einrichten lassen. Diese kann ich nun mit anderen Usern “teilen”, in dem ich sie davon überzeuge ein Fan meines Profils zu werden. Fans erfahren von Neuigkeiten meiner Profilseite, wie Veröffentlichung von Links, Fotos oder Diskussionen. Natürlich informiere ich meine Fans über neue Artikel im Weblog und generiere somit zusätzlich Traffic auf der eigenen Website. Neue Fans gewinne ich, indem ich direkt Nutzer auf Facebook anspreche oder indem ich Kleinanzeigen auf dem Facebook Marketplace schalte.

Zusätzlich bietet Facebook eine Gruppenfunktion an. In eine Gruppe kann ich Nutzer einladen, um mit ihnen in einen Diskurs zu treten. Facebook ist also die Plattform, um den Erstkontakt zu potentiellen Kunden aufzubauen.

Twitter

Der Microblogging-Dienst Twitter dient als eine Art Hybridmedium zwischen Weblog und Facebook. Einerseits veröffentliche ich Kurzbeiträge mit bis zu 140 Zeichen, andererseits pflege ich ein Netzwerk, wie in Facebook. Meine Kontakte folgen meinen Tweets. Die 140 Zeichen eines Tweets reichen für Kurzinformationen aus dem Unternehmen oder z. B. für Linktipps, die meine Follower interessieren könnten.

Das knüpfen eines Kontakts besteht auf Twitter aus nur einem Klick. Dementsprechend gering ist die Hemmschwelle dies zu tun. Meine Tweets kann ich übrigens auch auf Facebook und in meinem Weblog veröffentlichen. So werden meine Kontakte auch auf meinen Twitter-Account aufmerksam, die bisher nur mein Weblog oder meine Facebook-Seite kannten.

Der Autor:

Hannes Mehring

Tags: Kreation, Diskussion, Web 3.0

Als Tim O'Reilly das Web 2.0 ausrief hatte Hannes sein erstes Weblog schon längst wieder geschlossen. Das Studium der Medienwissenschaft und das Wissen von Anfang an dabei gewesen zu sein, machen ihn so sicher, dass seine Workshops Hand und Fuß haben - die Kunden wissen das zu schätzen. Hannes bezeichnet sich selbst als Medienkritiker, wobei seine Kritik gegenüber Social Media vergleichsweise gering ausfällt.

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